Grundlagen

Wichtig für alle, die sich beruflich weiterbilden, oder auf Prüfungen vorbereiten. Hier die Grundlagen meiner Video Tutorials:

Wissen verknüpfen und verankern.

Orientierung an der Klassifizierung psychischer Störungen nach ICD 10.

Das ICD 10 (international classification of diseases), GM (german modification), der WHO, ist das Standardwerk der Praxis. Psychische Erkrankungen, Störungen, werden hier nach der Phänomenologie (Erscheinungsbild) zugeordnet und im Kapitel V (5) unter F 0 bis F 9 klassifiziert. Hieraus ergeben sich die Diagnoseschlüssel. Das ICD 10 gibt Sicherheit in der Diagnosestellung und dient Psychiatern, Ärzten, Psychologen, Heilpraktikern und Krankenkassen als Grundlage.

Die Zuordnung der Entstehungsursachen psychischer Störungen, die Ätiologie, folgt dem Triadischen System (Kretschmer, um 1900). Ich orientiere mich an den neuesten Erkenntnissen der Forschung.

Das TS gliedert die psychischen Erkrankungen nach den Ursachen der Störungen und bezeichnet sie als „Psychosen“.

Diese sind nicht gleichbedeutend mit der psychischen Störung Psychose. Die Psychose ist per Definition eine schwere psychische Störung mit dem Verlust des Realtitätsbezuges. Wahnvorstellungen und Halluzinationen sind typische Symptome einer Psychose.

Auch wenn sich das triadische System in exogene, endogene und psychogene Psychosen gliedert, beeinhaltet der Begriff Psychosen auch Störungen, die nicht mit der Definiton der Psychose übereinstimmen.

Eine psychogene Psychose im TS wäre z.B. eine Zwangsstörung, eine leichte Depression, oder eine Persönlichkeitsstörung. Diese erfüllen nicht die klassische Definition der „Psychose“ werden aber im TS so benannt.

Die Klassifizierung psychiatrischer Störungen nach diesem System wurde in den 1980igern von den Fachschaften aufgegeben und durch das ICD ersetzt.

Das Triadische System ist unterteilt in:

  • Exogene Psychose (von außen, hier über physisch wirksame Prozesse, organische Einflüsse, systemische Erkankungen mit Hirnbeteiligung, zerebrale Erkrankungen)
  • Endogene Psychose (von innen, anlagebedingt, genetisch, innere Konstitution, Veränderungen im Hirnstoffwechsel, Neurotransmitter)
  • Psychogene Psychose ( psychisch bedingt, biografisch, familiär, soziales Umfeld, psychische Konstellation (Verletzlichkeit, Resilienz, Coping Strategien), Charakter, Belastungen, Stress, Traumatische Erfahrungen.